Wechsel an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Ebersberg: Christian Leithner folgt auf Johann Schwaiger

Im Mittelpunkt der Versammlung der Kreishandwerkerschaft Ebersberg stand die Neuwahl des Kreishandwerksmeisters. Nach insgesamt 29 Jahren an der Spitze der Kreishandwerkerschaft sowie 10 Jahren als Obermeister der Bäcker-Innung Ebersberg blickte Johann Schwaiger auf seine langjährige Amtszeit zurück.
Er bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank galt seinem Stellvertreter Peter Heimann sowie Christoph Molocher von der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Das Amt habe ihm immer viel Freude bereitet. Besonders am Herzen lagen ihm die Nachwuchswerbung, Besuche an Schulen zur Vorstellung der handwerklichen Berufe sowie die Berufsorientierung am Berufsbildungswerk Kirchseeon. Neben wertvollen Erfahrungen seien im Laufe der Jahre auch persönliche Freundschaften entstanden. Dennoch sei nun die Zeit für einen Wechsel gekommen.
Nach erfolgreicher Neuwahl übergab Johann Schwaiger die Führung der Kreishandwerkerschaft an seinen Nachfolger Christian Leithner. Peter Heimann wurde einstimmig als stellvertretender Kreishandwerksmeister im Amt bestätigt. Dem weiteren Vorstand gehören Richard Schmaus, Johann M. Wieser und Maximilian Fritsch an. Als Rechnungsprüfer wurden Brigitte Berger und Martin Lohmeyer jun. gewählt.

Johann Schwaiger zum Ehren-Kreishandwerksmeister ernannt
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Ernennung Johann Schwaigers zum Ehren-Kreishandwerksmeister.
In seiner Ansprache würdigte Christoph Molocher die herausragenden Leistungen Schwaigers und dessen langjähriges Engagement für das Handwerk. Als dienstältester Kreishandwerksmeister habe Schwaiger die Arbeit des regionalen Handwerks über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt. Mit seinem Ausscheiden gehe eine Ära zu Ende.
In Anerkennung seiner besonderen Verdienste verlieh die Handwerkskammer für München und Oberbayern Johann Schwaiger die Goldene Ehrennadel. Die Auszeichnung wurde zusammen mit einer Urkunde von Christoph Molocher und Peter Heimann überreicht. Zusätzlich erhielt Schwaiger ein Präsent als Zeichen der Wertschätzung. Ein gemeinsames Erinnerungsfoto hielt den besonderen Moment fest – mit dabei war auch der neu gewählte Kreishandwerksmeister Christian Leithner.

Betriebsnachfolge bleibt große Herausforderung
Im anschließenden Meinungsaustausch beschäftigten sich die Teilnehmer mit der wirtschaftlichen Lage der Innungen und Kreishandwerkerschaften. Besonders die Suche nach geeigneten Nachfolgern für bestehende Handwerksbetriebe bereitet zunehmend Sorgen. Immer mehr Betriebsinhaber finden keine Nachfolger und sehen sich deshalb gezwungen, ihre Betriebe aufzugeben. Damit verbunden ist häufig auch das Ende ihrer Innungsmitgliedschaft.
Die Anwesenden waren sich einig, dass die bestehenden Strukturen möglichst erhalten werden müssen, um die Interessenvertretung des regionalen Handwerks langfristig zu sichern.
Christoph Molocher blickte dennoch vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Seiner Einschätzung nach sei die wirtschaftliche Talsohle bereits erreicht. Auch beim handwerklichen Nachwuchs erwarte er künftig wieder eine positive Entwicklung.
Mit der Wahl von Christian Leithner beginnt für die Kreishandwerkerschaft Ebersberg ein neues Kapitel. Gleichzeitig bleibt Johann Schwaiger dem Handwerk als Ehren-Kreishandwerksmeister verbunden – als Anerkennung für insgesamt 39 Jahre engagierte Arbeit für das regionale Handwerk.

236 junge Leute starten Ausbildung 2022

Schwaiger und Peteranderl: „Lehre im regionalen Handwerk sichert langfristige Beschäftigung“
236 Azubis starten im Landkreis Ebersberg mit einer Ausbildung im Handwerk in das am 1. September beginnende Lehrjahr. 2021 wurden von der Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt 169 neue Ausbildungsverträge registriert. Das Handwerk in der Region bleibt ein starker Ausbilder: Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Auszubildenden, die einen Handwerksberuf erlernen, bei 38 Prozent.
„Nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen konnten wir endlich wieder auf Ausbildungsmessen und bei Schulbesuchen Kontakt mit den jungen Leuten aufnehmen. Wir brauchen solche Maßnahmen zur Berufsorientierung und Praktika, um Schulabgängerinnen und -abgänger von den Karrierechancen in den rund 130 Ausbildungsberufen zu überzeugen“, sagt Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger und fügt hin-zu: „Ich wünsche allen neuen Auszubildenden einen guten Start ins
Berufsleben.“ Diesen guten Wünschen schließt sich der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, an und betont: „Das Handwerk spielt bei der Klimawende und vielen weiteren Herausforderungen eine Schlüsselrolle. Deswegen ist jeder unterschriebene Ausbildungsvertrag ein Stück gemeinsame Zukunftssicherung für unser Land.“ Angesichts unruhiger Zeiten für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt empfiehlt der Kammerpräsident, bei der Berufswahl auf Nummer sicher zu gehen: „Mit einem Ausbildungsvertrag im regionalen Handwerk sichern sich junge Leute im Regelfall eine langfristige Beschäftigung.“
Die meisten Ausbildungsverträge im Handwerk wurden im Landkreis Ebersberg in diesem Jahr bislang in den Berufen Anlagenmechaniker/in SHK, Kraftfahrzeugmechatroniker/in, und Elektroniker/in geschlossen. Schwaiger und Peteranderl verweisen darauf, dass das Ausbildungsjahr zwar offiziell am 1. September beginnt, Lehrverträge aber auch noch später unterschrieben werden können. „Junge Leute können bei uns jederzeit in den Beruf einsteigen. Mit einer abgeschlossenen Lehre und anschließender Weiterbildung können sich Handwerkerinnen und Handwerker selbstständig machen oder einen der rund 8.000 Betriebe übernehmen, die in den nächsten Jahren Nachfolger suchen.“ Bei der Suche nach dem richtigen Beruf helfen neben den Arbeitsagenturen die Innungen und Verbände des Handwerks sowie die Handwerkskammer. 


2020, 2021 und 2022 fand leider wegen Corona 
keine gemeinsame Freisprechungsfeier der Handwerkerjugend Ebersberg statt.


Freisprechungsfeier 2019

Die Kreishandwerkerschaft Ebersberg, vertreten durch Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger und den Obermeistern der Bäcker-Innung, Friseur-Innung, Metzger-Innung, Schreiner-Innung und Zimmer-Innung, lud zur jährlichen Freisprechungsfeier der Handwerkerjugend in die „Alte Post“ in Parsdorf ein. Kreishandwerksmeister Schwaiger gratulierte den Jung-Gesellinnen und Jung-Gesellen zum Prüfungserfolg. „Sie können stolz und zufrieden sein. Sie haben mit dem Gesellenbrief eine für Ihre weitere berufliche Zukunft sehr wichtige Hürde mit Bravour genommen. Sie haben ihr Gesellenstück geliefert und die Prüfung bestanden, die aus Ihnen eine Fachfrau bzw. einen Fachmann macht“, betonte Herr Schwaiger in seiner Rede. Auch der Landrat Robert Niedergesäß richtete einige Grußworte an die Absolventen und freute sich, dass der Landkreis Ebersberg im Bundesvergleich immer vorne mit dabei ist. Anschließend wurden die Gesellenbriefe durch die Obermeister Martin Schmitt, Peter Heimann, Richard Stanzel, Johann M. Wieser und Richard Schmaus überreicht.
Zum Schluss wurden die Innungsbesten geehrt:

Bäcker-Innung: Armin Deike, Metzger-Innung: Marinus Rumpel/Metzger, Magdalena Heimann/Fachverkauf,     
Friseur-Innung: Elisabeth Forstmaier, Schreiner-Innung: Franz Rauch,  Zimmerer-Innung: Anton Stefan Soyer     
 

Die Kreishandwerkerschaft wünscht allen frischgebackenen Gesellen und Gesellinnen viel Freude an der Arbeit, Anerkennung für Ihre Leistungen, Zufriedenheit im Beruf und viel Erfolg, Glück und Zufriedenheit für den weiteren Lebensweg. 

Treffen mit Kreishandwerkerschaften, Innungen und Verbänden - „Ehrenamt im Dialog“ in Ramerberg

 Auch in diesem Jahr tauschen sich Vertreter der Handwerkskammer für München und Oberbayern bei der Veranstaltungsreihe „Ehrenamt im Dialog“ wieder mit Funktionsträgern aus dem Handwerk in der Region aus. Vertreter der Kreishandwerkerschaften und Innungen aus Rosenheim und Ebersberg waren zu einem Treffen in Ramerberg eingeladen. „Ohne die Handwerkerinnen und Handwerker, die sich ehrenamtlich in Innungen und Verbänden, in den Gremien der Handwerkskammer und in den Prüfungsausschüssen engagieren, wäre unser Handwerk nicht dasselbe – und vor allem nicht so angesehen und erfolgreich“, betonte Handwerkskammerpräsident Franz Xaver Peteranderl. 

Der Präsident führte aus, welche Themen die Kammer aktuell im Rahmen ihrer gesetzlich verankerten Interessenvertretung bearbeitet: „Beim Bürokratieabbau sind wir auf allen politischen Ebenen aktiv. Deshalb ist es wichtig, dass wir immer neue, konkrete Beispiele aus der Praxis bekommen, wie lähmend sich unnötige Bürokratie auf die betriebliche Arbeit auswirkt. Bei der Reform der Grundsteuer trete man für eine einfach und unbürokratisch handhabbare Lösung für kleine und mittlere Betriebe ein. Mehrbelastungen müssten verhindert werden. Peteranderl: „Hinzu kommen Luftreinhaltung und drohende Dieselfahrverbote. Sie sind ein brennendes Thema für alle Handwerker, die mit ihren Fahrzeugen liefern und leisten. Außerdem darf unser Wirtschaftsbereich im aktuellen Streit um die knappen Flächen zwischen Naturschutz, Wohnungsbau, Infrastruktur und verschiedenen gewerblichen Interessen nicht zu kurz kommen. Unsere Handwerkerinnen und Handwerker brauchen Raum zur Entfaltung ihrer Unternehmen.“ 

Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Hüpers wies darauf hin, dass der Dialog mit den Ehrenamtsträgern für die Führungsspitze von herausragender Bedeutung sei. Die Erfahrungen und das Wissen des Ehrenamts wolle man noch stärker in die Arbeit der Handwerkskammer einfließen lassen: „Daraus können wir dann noch besser die notwendigen Maßnahmen und Beratungsangebote für die Zukunft ableiten.“ Als wichtige Zukunftsthemen nannte Hüpers Digitalisierung, Mobilität sowie die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. „Eine Stärke des Handwerks ist seine Vielfalt, eine andere seine Einigkeit. Wenn diese beiden Stärken verknüpft werden, dann hat das Handwerk Durchsetzungskraft. Gemeinsam sind wir stärker und können mehr erreichen“, so Hüpers weiter. 


Freisprechungsfeier der Handwerkerjugend am 15.09.2018 

Der Kreishandwerksmeister Johann Schweiger und die Obermeister der Bäcker-Innung, Friseur-Innung,  Metzger-Innung, Schreiner-Innung und Zimmer-Innung , zusammengeschlossen in der Kreishandwerkerschaft Ebersberg luden zur jährlichen Freisprechungsfeier der Handwerkerjugend in der ATSV-Halle in Kirchseeon ein. Die Tradition der Freisprechung bzw. Lossprechung geht auf Zünfte der Handwerker im Spätmittelalter zurück. Wir sind stolz darauf, dass der Landkreis Ebersberg im bundesdurchschnitt ganz weit vorne liegt, was die Ausbildung im Handwerk betrifft. In der beruflichen Bildung erbringt das Handwerk vorbildliche und allseits anerkannte Leistungen. Die qualifizierte Ausbildung ist und bleibt der beste Einstieg in das Berufsleben, sie schützt wirksam vor Arbeitslosigkeit und bietet beste Voraussetzung für den beruflichen Erfolg.  

Die Kreishandwerkerschaft wünscht allen frischgebackenen Gesellen und Gesellinnen viel Freude an der Arbeit, Anerkennung für Ihre Leistungen, Zufriedenheit im Beruf und viel Erfolg, Glück und Zufriedenheit für den weiteren Lebensweg.